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Angehörige von Suchtmittelabhängigen Menschen leiden oftmals mehr unter dem Suchtverhalten Ihrer Angehörigen als die Betroffenen selbst. Häufig sind die Ehen stark zerrüttet, und es kommt innerhalb der Familie zu massiven verbalen Streitigkeiten bis hin zu schwerster körperlicher Gewalt. Kinder die in einem solchen, Suchtmittel geprägten Umfeldes aufwachsen, nehmen oft Schaden an Leib und Seele.
Oftmals werden diese Kinder auch als Spielball in den Auseinandersetzungen der Eltern eingesetzt. Jedes der beiden Elternteile versucht das Kind auf seine Seite zu ziehen um dem anderen eins Auszuwischen. Was diese unverantwortlichen Machtspielchen für die natürliche Entwicklung Heranwachsender bedeuten können, ist meist Prägend für den Rest des Lebens. Liegt es doch in der kindlichen Natur, dass sie sowohl Mutter als auch Vater lieben und ein Urvertrauen zu beiden Elternteilen besteht. Es wird davon ausgegangen das ca.8.Mio.Menschen in der BRD unter dem Suchtverhalten eines Angehörigen leiden. Die Zahl der davon betroffenen Kinder ist der größere Anteil daran. Diese, von der Sucht eines oder beider Elternteile betroffene Kinder, lernen auf ihre Art mit der Situation in ihrer Familie umzugehen und versuchen zu helfen so gut es geht.
Durch die Übernahme von nicht kindgerechten Pflichten sowie dem Schamgefühl ihrer Umwelt gegenüber, besteht die Gefahr das diese Kinder überfordert werden und sich sozial zurückziehen und somit Isolieren. Diese Situativ bedingte selbst gewählte Isolation birgt die Gefahr, dass eine Konditionierung eintritt, und das erlebte Umfeld als normal empfunden wird. Es wird davon ausgegangen, das z.B. 60 % der mit einem Alkoholiker verheirateten Frauen aus Elternhäusern stammen, wo eines der Elternteile suchtkrank war. Ebenso ist die Wahrscheinlichkeit das Kinder aus einem Elternhaus mit zumindest einem süchtigen Elternteil in ihrem späteren Leben selbst in die Falle der Abhängigkeit geraten, sei es nun als CO-Abhängiger oder als selbst Betroffener. Womit sich der Kreis des menschlichen Leides erneut für eine Familie schließen würde.
Hier ist das Umfeld von betroffenen Kindern gefordert, aufmerksam zu sein. Verwandte, Kindergärten, Schulen etc, könnten mit ein wenig mehr Aufmerksamkeit Kindern aus gefährdeten Familien hilfreich zur Seite stehen. Nicht etwa, dass sie diese Familien denunzieren, sondern das sie eventuell auf die schwächsten in dieser Kette zugehen und ihnen Verständnis für ihre Nöte und Sorgen entgegen bringen und Hilfe anbieten. Wie diese Hilfe im Einzelnen aussehen kann, sollte vor Ort mit einer kompetenten Selbsthilfegruppe oder Beratungsstelle geklärt werden, damit diese Hilfe auch sinnvoll und fachgerecht geleistet werden kann. Damit auch Kinder aus Familien mit abhängig Erkrankten, eine Zukunft ohne Störungen in ihrer eigenen Entwicklung bekommen können. Und nicht in die sonst doch sehr wahrscheinliche Spirale der Abhängigkeit kommen. Sei es nun als CO-Abhängiger oder als Suchtkranker.
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